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Jugendliche des Jahrgangs 9 besuchen die größte internationale Plattform für Produktionstechnik, die Exposition Mondiale de la Mashine Outil (EMO = Werkzeugmaschinenweltaustellung)

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Einen Ausflug in die moderne Welt der Metallbearbeitung machte der Technikkurs der Jahrgangsstufe 9. Zusammen mit der Hettich-AG besuchten 18 Schülerinnen und Schüler auf Einladung unseres Kooperationspartners Hettich die EMO in Hannover. Über 2100 Aussteller aus 43 Ländern hatten ihre Innovationen für die Produktion vom 16. bis 21. September unter dem Motto "Intelligence in Production" einer internationalen Fachöffentlichkeit präsentiert – auch unsere interessierte Schülergruppe war mit dabei. Lehrer Markus Kuhn hatte die vom Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) gesponserte Fahrt zur Leitmesse der Metallbearbeitung organisiert. Begleitet von Christiane Holtmann-Dehne und Anna-Lena Sewing machte sich die Gruppe auf den Weg nach Hannover.

Schon bei einer kleinen Führung durch die Sonderschau Jugend vom VDW bekamen die Schülerinnen und Schüler einen ersten Eindruck von der rasanten Entwicklung in der Fertigungstechnik. Am Beispiel des Baus eines Formel 1-Rennwagenmodelles wurde ihnen die Siemens-Steuerungstechnik vorgestellt und die Herstellung der Fahrzeugteile mit einer modernen CNC-Fräse präsentiert. Um einen Vergleich mit früheren Produktionstechniken zu haben, wurde auch das herkömmliche Drehverfahren an einer CNC-unterstützten Drehmaschine gezeigt und von kompetenten Auszubildenden der beteiligten Firmen erläutert.

Vorführung der Siemens-Steuerungstechnik in der Sonderschau Jugend:

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Einsatz einer modernen CNC-Fräse zur Anfertigung der Rennwagenteile:

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Zu sehen war auch eine CNC-unterstützte Drehmaschine, die in vielen Ausbildungswerkstätten zu finden ist.

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Noch faszinierender als die Sonderschau Jugend war der Hauptteil der Messe, der sich eigentlich an das Fachpublikum aus der ganzen Welt richtete. Mit Begeisterung betrachteten die Kids die vielen Maschinen und Fertigungsanlagen. Die ganze Bandbreite modernster Metallbearbeitungstechnik von führenden Herstellern aus aller Welt war zu sehen. Vom Industrieroboter, der einen Zylinderkopf transportierte, über den Schweißroboter, der eine Autokarosserie bearbeitete bis hin zur CNC-Fräse, die in ein Motorenteil Aussparungen hineinfräste und präzise Bohrungen setzte, war alles vorhanden, was das Metallerherz höher schlagen ließ.

Industrieroboter greift einen Zylinderkopf:

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CNC-Fräse bohrt und fräst Aussparungen in ein Motorenteil:

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Industrieroboter schweißt Bauteile an eine Fahrzeugkarosserie:

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Neben den Giganten waren auch beeindruckende kleinere Industrieroboter in Aktion zu sehen, die wir gerne für unseren Technikraum mitgenommen hätten (leider ein bisschen zu teuer für unser Technikbudget).

Vollautomatischer „Schraubensortierer“:

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Roboter, der das Gehäuse eines Smartphones entgratet:

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Neben Werkzeugmaschinen, Präzisions- und Umformwerkzeugen, präziser Industrieelektronik, Robotik, Prüf -und Messtechnik waren auch etliche Aussteller vor Ort, die über die für die Fertigungstechnik benötigte Software informierten. Eindrucksvollstes Beispiel: Ein Sonderbau einer Harley Davidson. Erst die ausgeklügelte Software der Firma hyperMILL ermöglichte die Fertigung einiger für diesen exklusiven Feuerstuhl benötigter Spezialteile.

Spezielle Software machte die Konstruktion des „Thunderbikes“ möglich:

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Fazit des Messebesuches: Es steckt viel Hightech und viel Geld im Maschinenbau. Das Metier ist international, interessant, aber auch anspruchsvoll. Trotzdem bietet die Sparte noch Raum für die eine oder andere Verrücktheit.

Die nächste EMO findet übrigens erst wieder 2015 vom 05. bis 10.Oktober in Mailand, Italien, unter dem Motto "Let's build the future" statt.

(HOD / BRO)