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Einmischen erwünscht: Schülervertreter verschiedener Schulformen aus Bünde, Herford, Hüllhorst und Stemwede gewinnen Einblicke in unser parlamentarisches System.

Die SV unserer Schule ist erstmalig bei der Demokratiewerkstatt mit dabei!

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Von der RS-Nord mit dabei: Schülersprecherin Alejna Osmani, Emma Schöbel, Kristina Reinke. Begleitet wurde die SV durch unsere FSJ-Kraft Paul Lükemeier.

Wie funktioniert politische Meinungsbildung? Was macht ein Abgeordneter im Bundestag? Wer setzt sich bei einem Gesetzentwurf durch und wer nicht? Welche Rolle spielen dabei die Lobbyisten? Damit das Wissen darüber wächst, suchten 29 Schülervertreter gemeinsam mit ihren SV-Lehrern im Rahmen einer dreitägigen Demokratiewerkstatt unter Leitung von Anne Hartfiel und Jan Rakelmann (Stätte der Begegnung e.V. Vlotho) das Reichstagsgebäude in Berlin auf. Im Paul-Löbe-Haus erhielten alle 16- bis 18-jährigen Jugendlichen ein neues Leben: Namen, Partei und politische Ausrichtung wurden ihnen zugewiesen. Man war entweder Abgeordneter der Bürgerlichen Bewahrungspartei (BP), der Partei für Gerechtigkeit und Solidarität (GP) oder der Partei für Engagement und Verantwortung (PEV). „Endlich darf ich mal als Abgeordnete mitentscheiden und mitmischen“, sagt Vanessa Michalik-Bergmann (Schülersprecherinder Hauptschule Bünde) in ihrer neuen Identität als Politikerin der Bewahrungspartei (BP).

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Nun wurden in den Fraktionen sowohl Schriftführer als auch die Fraktionsvorsitzenden gewählt. Danach ging es an die Arbeit mit der Gesetzesvorlage der Bundesregierung, den Verkauf aller Arten von Alkohol an Jugendliche zu verbieten und Werbung für Alkohol zu beschränken. Die motivierten Nachwuchsparlamentarier tagten mehrere Stunden in den jeweiligen Arbeitsgruppen (Jugendausschuss und Wirtschaftsausschuss) und in den Fraktionen. Während einer kurzen Erholungspause konnten auch Gespräche mit Abgeordneten anderer Fraktionen, Landesgruppen oder Verbandsvertretern geführt werden. Nach der ersten Lesung im Plenum gingen die fertiggestellten Gesetzentwürfe wieder in Entwurf.

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Mit 28 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme einigten sich alle drei Fraktionen auf einen Entwurf: Der Gesetzesentwurf im Wortlaut: Der Entwurf eines Gesetzes zum verbesserten Schutz Jugendlicher vor den Gefahren des Alkoholismus § 9 des Jugendschutzgesetzes – alkoholische Getränke – soll zukünftig lauten: (1) In Gaststätten darf an Jugendliche ab 17 Jahren abgegeben werden.´ (2) Für Alkohol darf im Kino nur im Rahmen von Filmen ab 18 Jahren, im Fernsehen zwischen 22 und 6 Uhr und tagsüber 30 Minuten lang mit Warnhinweisen geworben werden.

 

Anschließend erkundeten alle Teilnehmer das Reichstagsgebäude mit seinen unterirdischen Gängen und der 1.200 Tonnen schweren Glaskuppel, die zum Wahrzeichen des Bundestages, wenn nicht überhaupt zum Symbol der Hauptstadt Berlin geworden ist.

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Was wäre ein Berlinbesuch ohne Kulturerlebnisse. So genoss die Demokratiewerkstatt-Gruppe das legendäre Theaterstück Linie I im voll besetzten Grips-Theater. „Es war fantastisch. Ich bin selber im Theaterbereich unserer Schule aktiv und habe heute Abend sehr viel Neues dazu gelernt“, bemerkte eine Schülerin hoch erfreut.

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Am dritten Tag ging es auf Entdeckungsreise durch den Bezirk Kreuzberg. „Sobald man Kreuzberg hört, hegt man sofort gewisse Vorurteile. Man muss sich aber ein eigenes Bild von der Situation verschaffen. Die Bewohner hier scheinen im Umgang mit anderen Religionen und Kulturen sehr tolerant und offen zu sein. Sie machen Kreuzberg lebendig und schön“, schwärmte Schülersprecherin Vanessa Michalik-Bergmann von der Bünder Hauptschule. Danach erkundeten die Schülervertreter die weltberühmte 1.300 Meter lange East Side Gallery und erfuhren von Lehrerin Elke Schoenfelder viele Details über die symbolhafte Geschichte dieses Kunstwerks.

Der Besuch des Weihnachtsmarktes in Berlin durfte nicht fehlen:

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Am Ende waren sich alle Teilnehmer der Fahrt darin einig, dass unsere weltoffene Hauptstadt ein geeigneter Lernort für eine Demokratiewerkstatt ist. „Das Programm war sehr interessant und hat auch dazu beigetragen, dass sich die Schülervertreter anderer Schulen kennenlernen und austauschen konnten“, äußerte Schülerin Emma Schöbel von der Realschule Bünde-Nord in einem Feedback.

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(Text: NW, 13.12.18 /  Fotos: Lückemeier)