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„Ballen Sie bitte mal die linke Hand zur Faust. Machen Sie das gleiche mit ihrer rechten Hand, und legen die beiden Fäuste zusammen. Was Sie jetzt vor sich sehen, entspricht in Größe und Umfang Ihrem Gehirn. Mehr ist das nicht“. Mit diesen praktisch-plausiblen Aussagen begann der Vortragsabend zum „Lernen lernen“ an unserer Schule. Über 80 Eltern waren der Einladung des Fördervereins und der Schulleitung gefolgt und erlebten einen kurzweiligen, spannenden und vor allem auch sehr amüsanten Abend zu den Themen Gedächtnisleistung, Lernmenge, Lerntechniken, Konzentration und Motivation beim Lernen.

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Schulleiter Dieter von Otte, 2.Konrektor Guido Broziewski Blomenkamp sowie Fördervereinsvorsitzende Meike Stühmeyer-Freese begrüßten die Anwesenden und freuten sich über das zahlreiche Erscheinen. Wer dann glaubte, man könne sich zurückziehen und nur passiv zuhören, sah sich schnell getäuscht.

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Referent Wilfried Helms (ehemaliger Gymnasiallehrer, Vater von vier Kindern und inzwischen Lerntrainer der MIND UNLIMITED Feriencamps aus Hamburg sowie Autor vielfacher Fachbücher)...

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...holte ruckzuck zwei Eltern auf die „Bühne“. Sie mussten sich Zahlen merken und anschließend aufsagen. Was bei 3 bis 6 Zahlen noch relativ einfach war, führte bei 9 bis 12 Zahlen fast zum Totalverlust des Wissens.

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Grund: „Unser Ultrakurzzeitgedächtnis kann im Höchstfall 7 Einzelinformationen aufnehmen. Mehr nicht. Je kleiner man also von vornerein die Lernportion macht, desto mehr wird man von den Einzelinformationen verarbeiten können“, erläuterte Helms. Das spielt in der Schule und für das Lernen Zuhause natürlich eine große Rolle. Die Eltern erfuhren das am eigenen Leibe durch weitere kleine Lernexperimente, die immer einen gewissen AHA-Effekt aufwiesen und zugleich sehr amüsant präsentiert wurden.

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Weiterhin gab es praktische Tipps und Tricks, z.B. für die Rechtschreibung, das Rechnen und die Strukturierung von Hausaufgaben.

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Im Vordergrund stand auch, worauf Eltern bei einer Lernsitzung ihres Kindes im Interesse der Motivation achten sollten. „Von der Sache her entsteht Motivaton dann, wenn ich bestimmte Erwartungen an den Stoff habe und das Ergebnis, welches eintritt, deutlich besser ist als das, was ich erwartet habe. Aus dieser Überraschung heraus wird Motivation freigesetzt“, so Helms. Kinder (und helfende Eltern) sollten wach und konzentriert bei Lernsitzungen sein, um diese Motivation erfahren zu können. Sie sollten bspw. gerade nicht Computerspiele gespielt haben, denn diese führen bei den meisten Kindern zu Stress. Dieser wiederrum führt zu Blockaden des Verarbeitungsgedächtnisses. Also können keine Lernfortschritte erzielt werden. Motivation bleibt aus.

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Am Ende erntete Herr Helms anhaltenden Applaus und die meisten Eltern nahmen noch reichlich Lern-Literatur mit nach Hause.

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(BRO)