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Der 110. Defibrillator wurde durch die Volksbank Stiftung „herzsicher in der Region“ in der Schule aufgehängt.

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Bild - von links: Schülersprecher Jonathan Okoroafor mit AED-Hinweisen und Wandschrank. Schulleiter Guido Broziewski Blomenkamp, welcher den AED von Andreas Kelch (Volksbank Marketingleiter) überreicht bekommt. Medizinproduktberater Carsten Holtgrefe (Struck Medizintechnik aus Enger) mit dem Schild „herzsicher in der Region“. Vorne: Dominik Lukasiak und Johanna Busse (beide 9d) bei der Simulation einer Wiederbelebung mit dem AED.

Als zu Schuljahresbeginn ein Neuntklässler mit einem Herzfehler neu an der Schule aufgenommen wurde, war Schulleiter Guido Broziewski Blomenkamp sofort klar, dass auf mehreren Ebenen gehandelt werden musste. Neben der Information der Klasse und des Kollegiums über den Risikozustand des Schülers und der Durchführung einer Maßnahme zur Wiederbelebung durch Dr. Matthias Brand vom Lukas Krankenhaus Bünde, stand die Besorgung eines Defibrillators im Vordergrund. Hierbei kam ihm die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford mit einer großzügigen Spende zur Hilfe. Über ihr Projekt „herzsicher in der Region“ wurde der Realschule jetzt der inzwischen 110. „Defi“ mitsamt Alarmsicherung und Wandschrank im Kreis Herford und Bereich Bad Oeynhausen übergeben.

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Die Stiftung der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford stattet seit 2012 öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Sportstätten sowie Vereine in der Region mit solchen Geräten aus. „Das ehrgeizige Ziel lautet dabei, die Region herzsicher zu machen“, so Andreas Kelch, Leiter Marketing, der Volksbank. „Ein Defibrillator könne mit einer 50%igen Steigerung dafür sorgen, einen plötzlichen Herztod zu überstehen“, ergänzt Carsten Holtgrefe, Medizinproduktberater und Vertriebsleiter der Firma Struck Medizintechnik, über welche der „Defi“ bezogen wurde. Mit Schulstart Ende August diesen Jahres wurde von Struck Medizintechnik zunächst ein Ersatzgerät zur Verfügung gestellt, um für die nötige Sicherheit im Notfall für die Übergangszeit zu sorgen.

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Ebenfalls wurde das Lehrerkollegium im Einsatz des Gerätes unterwiesen. Hierbei half das DRK-Bünde durch Ausbilder Michael Bollmann. Im Falle eines plötzlich auftretenden Kammerflimmerns zählt jede Sekunde. Der möglichst frühe Einsatz eines vollautomatischen Defibrillators (AED) kann in einem solchen Fall Leben retten. Die sprachgeführte Bedienung eines AED (automatisierter externer Defibrillator) ist leicht und selbst Laien können bei der Bedienung nichts falsch machen. Nach der Öffnung des Deckels erfolgen sofort deutliche akustische Anweisungen. „Es kann außerdem eigenständig entscheiden, ob ein Schock notwendig ist und wenn ja, in welcher Stärke er abgegeben werden muss. Und auch, ob ein Schock nicht abgeben werden darf, weil den Verunfallten gerade ein Ersthelfer berührt“, so Andreas Kelch.

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„Der AED wird im Eingangsbereich der Schule für alle Schulgemeindemitglieder und Besucher erreichbar aufgehängt“, berichtete Schulleiter Broziewski Blomenkamp. Johanna Busse, Dominik Lukasiak (beide aus der Klasse 9d des herzkranken Jugendlichen) sowie Schülersprecher Jonathan Okoroafor (10a) bedankten sich abschießend außerordentlich herzlich beim Vertreter der Volksbank: „Toll, dass wir jetzt herzsicher sind! Die Spende ist ja nicht selbstverständlich, denn immerhin kostet das Gerät fast 2400€“. Die jährlichen Wartungskosten übernimmt dankenswerterweise der Schulträger, also die Stadt Bünde.

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(BRO)