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Notfallarzt bildet alle 9. Klässler in Reanimation aus

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Dr. Peter Lorenz, Notfall- und Oberarzt der Anästhesie im Bünder Lukas Krankenhaus, kam Anfang Mai in unsere Schule und erklärte, zeigte und übte mit allen Jugendlichen des 9. Jahrgangs die Wiederbelebung von Personen mit Herzstillstand. Er machte Mut zur Hilfeleistung und wirbt mit seiner Schulung für die Kampagne der Deutschen Anästhesie „Ein Leben retten - 100 pro reanimation“.

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Im Rahmen der Gesundheitserziehung erhielten die Schülerinnen und Schüler durch Dr. Lorenz eine Grundausbildung mit spannenden Informationen, Demonstrationen und praktischen Übungen und wurden so befähigt, einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu erkennen und einen Notruf sowie Wiederbelebungsmaßnahmen in Form der Herz-Druckmassage selbstständig vornehmen zu können.

„Die sofortige Herzdruckmassage verdoppelt bis vervierfacht die Überlebenschance“, erklärte Dr. Lorenz.

Durch Einspielung einer Filmsequenz, bei dem ein junger Fußballspieler während des Spiels regungslos zusammenbricht, wurde klar, dass ein Herzstillstand jeden treffen kann. „Für die Schüler war eindrücklich, dass es ein junger Mann und ein Sportler war, also nicht nur immer alte oder kranke Leute“, so Biologielehrkraft und Organisator Dirk Schieseck. Die Helfer im Film machten alles falsch, der Sportler verstarb.

Dr. Lorenz demonstrierte, wie es richtig geht. „Er machte den Schülern deutlich, dass im Notfall nicht nur Erwachsene helfen können, sondern auch Schüler zu Lebensrettern werden können“, ergänzte Nicole Keding, Klassenlehrerin der 9b. Nach der Anleitung „Prüfen, Rufen, Drücken“ konnte sich jeder Schüler an einem Kunststoff-Thorax praktisch erproben und damit die Wiederbelebung anwenden.

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Praktische Übungen gab es ebenfalls auch an einem Defibrillatoren-Modell, der gegenwärtig im Einsatz ist.

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In großen Einkaufszentren, in Banken und Sparkassen und vielen anderen öffentlichen Gebäuden sind sie bereits zu finden. Doch wie geht man damit um? Was können diese Geräte und was muss ich als potentieller Ersthelfer wissen, um mit Unterstützung dieser modernen Hilfsmittel Leben retten zu können? Diesen Fragen wurde intensiv auf den Grund gegangen. „Der einzige Fehler, der gemacht werden könne, sei gar nichts zu tun, aus Angst, Fehler zu machen“, so Dr. Lorenz. Gerade dieser Sorge aber konnte Dr. Lorenz durch die Ausbildung in der Schule entgegenwirken. Ihm gelang es, den Schülern ein ernstes Thema spannend und kurzweilig näher zu bringen.

Auch die Schüler äußerten sich überzeugt und griffen das Motto der Kampagne auf: „Reanimation ist einfach. Jeder kann es tun. 100 Pro!“. Abschließend gab es als Zusammenfassung für alle Jugendlichen noch eine Kurzanleitung „Erste Hilfe im Pocketformat“.

Die Seite www.schuelerrettenleben.de bietet noch weitere Infos.

(BRO)