MINT: Ergebnisse der Jugend-Forscht-AG
Seit einigen Jahren kommt mit „Jugend forscht“ immer wieder eine besondere AG zwischen der Realschule Bünde-Nord und dem Kooperationspartner Miele in Bünde zustande. Mit der Teilnahmemöglichkeit für Jugendliche ab Klasse 8 stärkt die Schule ihren MINT-Schwerpunkt. Der Betrieb baut Kontakte zu -womöglich- zukünftigen Auszubildenden auf und lernt sie bereits zu Schulzeiten kennen.
Für „Jugend forscht“ haben sich dieses Jahr Lara Cathleen Mende, Lilian Sophie Bogdan (beide 8b), Fiete Tiemann, Alessio Zingale und Giuliano Uccellatore (alle 8a) Gedanken über den Einfluss von elektrischen Feldern auf das Pflanzenwachstum gemacht.
Die fünf Jugendlichen der 8. Jahrgangsstufe führten freiwillig und im Nachmittagsbereich ein Blockkurs über 16 Stunden in der Ausbildungswerkstatt bei Miele durch. Dabei halfen auch drei Auszubildende, von denen wiederum zwei ehemalige Nordschüler waren (Remzi und Bogdan). Remzi hatte vor einigen Jahren selber als Schüler ein Jugend Forscht Projekt mit Miele durchgeführt. Ausbildungsleiter Marco Asbrock spricht jedes Jahr die Bedingungen für Jugend Forscht mit Schulleiter Guido Broziewski Blomenkamp ab und leitet die ganz besondere AG zusammen mit Jörg Kaase, einem weiteren Ausbilder.
Nach dem ersten Kennenlernen der Ausbildungswerkstatt entschieden sich die Realschüler*innen recht schnell dafür, in zwei getrennten Gruppen am Thema „Elektrokulturen“ zu arbeiten. „Wir haben zunächst überlegt, ob die Magnetkraft eventuell das Wachstum von Pflanzen beeinflussen kann“, so Fiete Tiemann aus der Jungengruppe. Damit war die Problemfrage geboren. Danach musste ein Versuchsaufbau entwickelt werden, mit der die Frage beantwortet werden konnte.
Kressesamen wurden in Blumenkästen zum Keimen und Wachsen gebracht, wobei die Gefäße in Nord-Südausrichtung aufgestellt wurden. Parallel wurde das Längenwachstum dokumentiert. Fazit: Die Kressepflanzen wuchsen wirklich etwas kräftiger als die Pflanzen in der Referenzprobe.
Die Mädchengruppe um Lara und Lilli nahmen sich der Frage an, ob sich die sogenannte "Lakhovsky-Spule" positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkt und ob man so Dünger für die Pflanzen sparen könne? Sie arbeiteten mit Bambus-, Kresse- und Brokkolipflanzen und richteten die Anpflanzungen ebenfalls nördlich aus.
Beispiel für eine Ergebnisdokumentation:
Fazit: Die Kresse- und Brokkolipflanzen mit der Spule wuchsen im Durchschnitt etwas besser, als die Anpflanzungen in der Referenzprobe. Beim Bambus hat sich über die Weihnachtsferien ein besonders positiver Effekt gezeigt. Das Wachstum der Pflanzen mit Spule hier ist mittlerweile mehr als doppelt so groß, wie bei den Referenzpflanzen. „Anscheinend haben also die schwachen elektrischen Felder, die sich durch die Lakhovsky-Spule entwickeln, positiven Einfluss auf das Wachstum“, so Lara Mende.
Nicht ganz wissenschaftlich ermittelt, aber optisch erkennbar, ist dies auch im Büro von Ausbilder Kaase. Dort sorgt die Lakhovsky-Spule für ein anscheinend deutlich stärkeres Längenwachstum bei einer rankenden Zimmerpflanze:
Am 15.2.25 werden die Tüftler*innen ihre Projekte bei „Jugend forscht“ auf Kreisebene vorstellen. Ein Bericht folgt.
(Bericht und Bilder: BRO)